¢ Berufsfelder


Die Einbindung von musiktherapeutischen Angeboten ist im Sozial- und Gesundheitswesen inzwischen mit unterschiedlicher Häufigkeit in nahezu allen Bereichen erfolgt.

Musiktherapie wird vorrangig in der Psychotherapie, der Heilpädagogik und der Medizin eingesetzt. Insbesondere kommt sie im klinischen Bereich in psychotherapeutischen Spezialkliniken für Patientinnen aller Altersgruppen (Psychiatrie, Psychosomatik, Psychotherapie-Einrichtungen etc.) zur Anwendung. Sie kommt darüber hinaus überall dort zum Einsatz, wo schwere Erkrankungen auch psychosoziale Folgen haben, die bei der Behandlung entsprechend zu berücksichtigen sind, beispielsweise in Fachkliniken für Neurologie, Kardiologie, Neonatologie, Kinderheilkunde und Onkologie. Darüber hinaus wird sie im rehabilitativen Bereich in Fördereinrichtungen oder ambulanten Einrichtungen der Nachsorge angewandt. Im präventiven Bereich wird sie beispielsweise in Schulen und Sonderschulen angeboten. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von freien Musiktherapiepraxen, in denen je nach Angebot viele Krankheiten behandelt werden können.

Heutzutage arbeiten in der Schweiz über 150 Musiktherapeutinnen (80% Frauen) in Kliniken, Heimen und anderen Institutionen sowie in freier Praxis. Die grosse Mehrheit ist häufig mit nur wenigen Stellenprozenten teilzeitbeschäftigt. Dafür arbeiten viele Musiktherapeutinnen an mehreren Institutionen und betreuen zusätzlich oft einige Patientinnen in freier Praxis.

Die beiden grössten Arbeitsfelder bilden die Erwachsenenpsychiatrie und die Heilpädagogik dicht gefolgt von der Geriatrie. Aber auch in der Neurorehabilitation, der Suchtbehandlung, in der Kinderpsychiatrie, der Onkologie, der Sterbebegleitung, der Psychosomatik, der Rehabilitation Querschnittsgelähmter und in der Prävention sind zunehmend mehr Musiktherapeutinnen beschäftigt. Im Rahmen einer Selbsterfahrung bieten viele Musiktherapeutinnen auch Einzelsitzungen, Kurse oder Weiterbildungen nicht nur für "Kranke" an.